PFISTERER liefert erste CrossPower-Anlage aus

In Litauen wurde Anfang Februar die erste CrossPower Anlage von PFISTERER in Betrieb genommen. Das hybride Energiemanagementsystem ermöglicht es, auch abgelegene Regionen zuverlässig und stabil mithilfe von regenerativer Energie zu versorgen.

Seit Anfang Februar ist die erste Anlage des intelligenten Energiesystems CrossPower von Pfisterer im NATO Energy Security Centre of Excellence in Litauen im Einsatz. Die Anlage wurde im Rahmen des NATO Energieeffizienzprogramms „Smart Energy“ übergeben. Ziel des Programms ist es, fossile Energie einzusparen. Bislang können entlegene Siedlungen, Camps oder Offshore-Plattformen nur durch Dieselgeneratoren zuverlässig mit Energie versorgt werden – schwankende regenerative Energiequellen waren für den stabilen Betrieb von IT-Systemen, OP-Einrichtungen oder Kühlräumen bislang keine Option. Der Transport fossiler Brennstoffe ist jedoch sehr teuer und kann lebensgefährlich sein.

Es braucht daher ein System, das dezentrale isolierte Energienetze, sogenannte Microgrids, wetterunabhängig und stabil mit regenerativer Energie versorgt. Gleichzeitig muss es dabei schnell und einfach zu transportieren sein, damit es auch im akuten Fall sofort einsatzbereit ist. All diese Bedingungen erfüllt das Energiemanagementsystem CrossPower von Pfisterer. Nach einem erfolgreichen Praxistest bei einer NATO-Übung im vergangenen Jahr, ist nun die erste Anlage mit einer Leistung von rund 150 kW (bis zu 2.500 kWh pro Tag) und einer Speicherkapazität von 100 kWh im litauischen Marijampolé im Einsatz. Alle Teile des Systems können in 20-Fuß-ISO-Containern transportiert und so mobil eingesetzt werden.

„PFISTERER war innerhalb kürzester Zeit in der Lage, ein hochkomplexes, aber sehr überzeugendes System aufzubauen“

freut sich Sigitas Mudris, Befehlshaber des litauischen Logistikkommandos.

CrossPower ermöglicht die Kombination von Dieselgeneratoren mit unterschiedlichen regenerativen Energiequellen in Microgrids. Das Kernstück der Anlage bilden leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus und ein intelligentes Steuerungssystem. Dieses bevorzugt automatisch je nach Verfügbarkeit Solar- und Windenergie. Sind beide knapp, greift das System zunächst auf die Akkus zurück. Die Dieselgeneratoren dienen nur bei Bedarf zum Laden der Batterie und arbeiten dabei immer in ihrem optimalen Leistungsbereich. Durch die Kombination der unterschiedlichen Energiearten wird bis zu 50 Prozent Treibstoff eingespart.